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In Hessen soll die A 49 durch ein Trinkwasserschutzgebiet gebaut werden. Seit einem Jahr versuchen Aktivisten im Dannenröder Forst bei Marburg einen Kahlschlag dafür zu verhindern. Die Räumung steht bevor. Ein Besuch im Wald.
von Bernd Müllender vom 23.09.2020
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Sägen für den Forst (Foto: Teichmann)
Sägen für den Forst (Foto: Teichmann)

Es riecht feucht hier im Wald, und es ist überraschend kühl trotz der Spätsommerhitze draußen. Auf den ausgetrockneten Böden erhebt sich ein verwunschen enger Mischwald aus Kiefern und riesigen Fichten, vor allem aber Stieleichen und Hainbuchen. Auf einer Lichtung ein Gärtchen mit Kürbissen, Feuerbohnen, Tomaten, Mais: Angelegt wurde er von Waldbesetzern – bis vor Kurzem waren es gut hundertfünfzig, mittlerweile sind es mehrere hundert. Sie leben in an die hundert Baumhäusern in kleinen Siedlungen. Diese »Barrios« heißen »Oben« oder »Drüben«, »Unterwex« oder »Nirgendwo«.

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