Zugriff im Namen der Autobahn
Es riecht feucht hier im Wald, und es ist überraschend kühl trotz der Spätsommerhitze draußen. Auf den ausgetrockneten Böden erhebt sich ein verwunschen enger Mischwald aus Kiefern und riesigen Fichten, vor allem aber Stieleichen und Hainbuchen. Auf einer Lichtung ein Gärtchen mit Kürbissen, Feuerbohnen, Tomaten, Mais: Angelegt wurde er von Waldbesetzern – bis vor Kurzem waren es gut hundertfünfzig, mittlerweile sind es mehrere hundert. Sie leben in an die hundert Baumhäusern in kleinen Siedlungen. Diese »Barrios« heißen »Oben« oder »Drüben«, »Unterwex« oder »Nirgendwo«.
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Bernd Müllender ist freier Journalist. Er lebt in Aachen.

