Zur mobilen Webseite zurückkehren

Zwischen Stoßzähnen und Mohrenapotheke

Der Kolonialismus prägt bis heute unser Denken - das hinterlässt auch Spuren im Stadtbild. Oft sind diese jedoch versteckt, wie ein postkolonialer Stadtrundgang durch Frankfurt zeigt.
von Viola Rüdele vom 02.08.2020
Artikel vorlesen lassen
Kolonialromantik: Das indische Restaurant »Ivory Club« (Elfenbeinklub) in Frankfurt am Main (Foto: Ute Victor)
Kolonialromantik: Das indische Restaurant »Ivory Club« (Elfenbeinklub) in Frankfurt am Main (Foto: Ute Victor)

Zwei riesige Elefanten-Stoßzähne bilden das Eingangstor zum »Ivory Club« (Elfenbeinklub) mitten in Frankfurt am Main. Mit Elefanten ist das ganze Restaurant dekoriert. In großen goldenen Lettern steht »Contemporary Colonial Cuisine«, also zeitgenössische Kolonialküche über dem Eingang. Es ist eine der Stationen des »Postkolonialen Stadtrundgangs«, den die Gruppe Frankfurt postkolonial seit 2015 anbietet. Zwei der Mitglieder leiten den Rundgang, der nach coronabedingter Pause erstmals wieder stattfindet: Friederike Odenwald, die in Frankfurt Geschichte studiert, und Sebastian Garbe, der als promovierter Soziologe an der Universität Gießen arbeitet. Die oft vergessene deutsche Kolonialgeschichte wirkt bis in die Gegenwart – das wollen sie auf diesem zweistündigen Stadtrundgang zeigen.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0