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Keine Papiere, keine Rechte

»Illegale« leben schutzlos, in ständiger Angst, gehen auch als Kranke nicht zum Arzt. Doch die Gesellschaft stellt sich blind
von Ulrike Gramann vom 04.05.2012
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Jian hat dieses Leben nicht gewählt. Trotzdem findet er, dass sein Alltag mit Schule und Arbeit im Geschäft eines Bekannten sich nicht sehr von dem seiner Mitschüler unterscheidet. Fünfzehn war er, als sein Vater ihn und seine Schwester aus China nach Paris holte, die Mutter kam nach. Verwandte lebten und arbeiteten bereits in Frankreich. Das familiäre Netzwerk half Jians Eltern, ebenfalls Arbeit zu finden. Jian ist ein sogenannter Sans-papiers, also einer der Menschen, die ohne Papiere und reguläre Aufenthaltsrechte im Land ihrer Zuflucht leben. Er gehört zu denen, die Insa Breyer für ihr Buch »Keine Papiere, keine Rechte« befragt hat. Darin beschreibt die Autorin, wie illegale Einwanderer in Deutschland und Frankreich ihre Aufnahmeländer wahrnehmen, welche sozialen Probleme sie haben, wer sie unterstützt und wie sie ihren Status legalisieren können.

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Schlagwort: Migration
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