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Publik-Forum, Heft 22/2022
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»Das Jahr der Gier« ist ein unterhaltsamer Politthriller mit deutlichen Anspielungen an den Wirecard-Skandal.
von Barbara Tambour vom 18.11.2022
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(Foto: istockphoto/clu)
(Foto: istockphoto/clu)

Politthriller. In der Düsseldorfer Innenstadt wird ein britischer Journalist überfallen. Der ehemalige Polizist Sebastian Pagel heuert als Sicherheitschef bei einem internationalen Finanzdienstleister an und stößt auf Ungereimtheiten. In Singapur macht der Jurist des internationalen Finanzdienstleisters Worldcard AG eine erschütternde Entdeckung. Diese – und noch einige andere – Erzählstränge verbinden sich im Thriller »Das Jahr der Gier« zu einem rasanten Plot. Er erinnert nicht zufällig an den Skandal von Wirecard, jenes Fintech-Unternehmen, das kometenhaft in den Dax aufstieg, bevor seine gefälschten Bilanzen aufflogen und es Insolvenz anmeldete. Jahrelang hatten Finanzaufsicht, Wirtschaftsprüfer und die Politik Warnungen, das Unternehmen erfinde Umsätze, ignoriert. Diese wahre Geschichte über Geld und Gier ist schon an sich Krimistoff. In seinem Thriller lässt Schriftsteller Horst Eckert Kriminalrätin Melia Adan und Hauptkommissar Vincent Veih ermitteln. Veihs Mutter, eine sozialkritische Fotokünstlerin, hat eine RAF-Vergangenheit. Adans Mutter stammt aus Somalia und ihr Vater ist ein hohes Tier in der Bundespolitik. Bislang hielt sich Melia Adan zugute, alles aus eigener Kraft erreicht zu haben. Nicht nur diese Gewissheit gerät ins Wanken. Dass die Ermittlungen um »Worldcard« ihr dritter Fall sind, stört die Leserin nicht. Der Politthriller ist eine unterhaltsame – literarisch nicht allzu anspruchsvolle – Lektüre für kalte Herbstabende.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 22/2022 vom 18.11.2022, Seite 55
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Ein Streitgespräch über Klima, Armut und die Würde des Menschen

Horst Eckert. Das Jahr der Gier. Thriller.
Heyne. 430 Seiten. 13 €

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