Sehen und gesehen werden

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Hagar, die Magd, wird von Abrahams Frau Sara in die Wüste, in die »shema´mach« (hebräisch: »die Schauderhafte«) geschickt. An einen unwirklichen, lebensfeindlichen Ort ohne Hoffnung, ganz aus dem Blick geraten. So schildert es das erste Buch Mose. Aber für Gott ist Hagar keine Fremde. Sie wird nicht übersehen, sondern gerettet. Gott sieht die betende Hagar in der Wüste, die in ihrer verzweifelten Situation ohne Wasser schreit: »Du bist ein Gott, der nach mir schaut.«
»Du bist ein Gott des Hinschauens«, hebräisch: »El Ro´i«, arabisch: »antalla´hu allasi jarani«, so steht es auf der Kalligrafie des pakistanischen Künstlers Shahid Alam. Er gestaltete dieses Bibelwort aus 1 Mose 16,13 wie ein Auge: den äußeren Ring auf Arabisch, den inneren auf Hebräisch. Shahid Alam, in Lahore geboren, hat die Kun
Andreas Götze, geboren 1964, ist Referent für den interreligiösen Dialog bei der Evangelischen Kirche. Bis zum 30. November sind Werke von Shahid Alam in einer interreligiösen Kalligrafie-Ausstellung in der Matthäuskirche in Frankfurt am Main zu sehen. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter www.einandersehen.de
