Ein Weltbild zerbricht
Der katholische Weltbild-Verlag wird verkauft, nachdem bekannt wurde, dass der Konzern auch mit erotischen und esoterischen Produkten Umsatz gemacht hat. Das widerspreche den »ideellen Zielen der Gesellschafter«, so die Erklärung der Bischöfe, denen die kirchliche Verlagsgruppe gehört. Um seinen Willen durchzusetzen, spielte der Wortführer der Abkehr, der Kölner Kardinal Joachim Meisner, geschickt über die römische Bande. Er erreichte, dass sich Papst Benedikt in die Debatte um Weltbild einschaltete und verlangte, die Verbreitung von Pornografie übers Internet einzuschränken. Da wussten alle Kirchenvertreter, was die Stunde geschlagen hatte.
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