Sozialprotokoll
»Ich habe einen Traum«

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Ich habe einen Traum: dass sich Menschen in der Ukraine über die Fronten hinweg begegnen. Bewohner von beiden Seiten treffen sich auf neutralem Gebiet. Ich schließe die Augen und stelle mir vor, wie sie sich gegenseitig fragen: »Willst du wirklich auf mich schießen?« Ich werde an diesem Traum festhalten. Als Mediatorin ist es schließlich mein Job, in Konflikten zu vermitteln. Und ich bin überzeugt: Demokratie ist die Herrschaft eines Volkes, das ständig mit sich selbst verhandelt.
Ich hatte Glück, konnte in der Ukraine internationales Recht, Wirtschaftswissenschaften und Psychologie studieren. Doch am meisten geprägt hat mich die Folge einer Katastrophe: der Katastrophe von Tschernobyl. Ich war zum Zeitpunkt des Reaktorunfalls neun Jahre alt, lebte in Kiew. Das liegt nur hundert Kilometer von Ts
