Leserbrief
Mehr Erleuchtung
Zu: »Weniger Licht!« (21/22, Seite 11)
Insgesamt kann man Matthias Drobinski nur zustimmen, wenn er sich dafür einsetzt, im kommenden Advent auf dies oder jenes Licht zu verzichten. Wenn er aber schreibt: »Diese totale Erleuchtung ist nicht gut für Gesundheit und Seele«, möchte ich darauf hinweisen, dass »Erleuchtung« und »Beleuchtung« völlig unterschiedliche Ereignisse beschreiben. Machen wir doch die Probe: Trinken-ertrinken; tränken-ertränken; lösen-erlösen; leben-erleben; aufstehen-auferstehen; durch die Vorsilbe »er« bekommt ein Tätigkeitswort eine völlig neue Dimension: Es beschreibt ein einmaliges und in seiner Bedeutung für den betreffenden Menschen nicht mehr überbietbares Geschehen! Deswegen möchte ich den Menschen im bevorstehenden Advent etwas weniger Beleuchtung, dafür aber mehr Erleuchtung wünschen. Dieter Richter, Obernheim
