Personen und Konflikte
Katja Plate, Büroleiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bukarest, sieht eine Mitverantwortung in Teilen der rumänisch-orthodoxen Kirche für den Rechtsruck bei den Präsidentschaftswahlen in Rumänien. In zahlreichen Kirchen und Klöstern hätte seit Monaten Werbematerial für Calin Georgescu ausgelegen. Der rechtsnationale Präsidentschaftskandidat hatte im ersten Wahlgang die meisten Stimmen bekommen und muss am 8. Dezember in die Stichwahl. Georgescu gilt als prorussischer EU- und Nato-Skeptiker. Es sei bekannt, sagte Plate gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur, dass einzelne Bischöfe der rumänisch-orthodoxen Kirche stark prorussische Tendenzen hätten und auf Basis der Gemeinschaft der orthodoxen Kirchen für einen Schulterschluss der orthodoxen Bruderländer Rumänien und Russland werben würden.
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