Der Machtspieler
Steve Bannon, der Stratege, der den Wahlsieg von US-Präsident Donald Trump ersann, verfolgt neben seiner rechten Netzwerkarbeit in der Politik auch eine kirchliche Agenda. Leidenschaftlich polemisiert er seit Jahren gegen sozial und menschenrechtlich aufgeschlossene Bischöfe und Kirchen. Der 64-jährige amerikanische Publizist trennt nicht zwischen Politik und Religion. Kirchen und politische Parteien sind für ihn lediglich einflussreiche Kräfte, die es zu benutzen oder zu bekämpfen gilt. Persönlich rechnet sich Bannon, der in jungen Jahren mit dem Buddhismus light und exotischen Religionen liebäugelte, zum konservativsten Teil des Katholizismus. Er kehrt so zu seinen Wurzeln zurück. Denn er stammt aus einer streng katholischen, kinderreichen, irischstämmigen Arbeiterfamilie in Norfolk, im US-Bundesstaat Virginia.
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