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Ein Papst im Flüchtlingslager

Für den Arzt, der nicht möchte, dass sein Name genannt wird, ist die Situation »kompliziert«. Er gehört zu der kleinen Minderheit von Christen in Palästina.
von Günther B. Ginzel vom 10.05.2009
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Er ist griechisch-orthodox, wie die meisten von ihnen. »Wir leben hier seit der Ur-Gemeinde«, sagt er eher bekümmert. »Wir haben über all die Jahrhunderte die Tradition aufrechterhalten.« Und dann flüstert er beinahe: »Zu Beginn waren es aber keine arabischen Christen, sondern Griechen, die im Heiligen Land lebten und die Mehrheit bildeten.« Daran erinnert mich auch ein orthodoxer Mönch, der bereitwillig mit mir in Bethlehems Geburtskirche spricht. Doch auch er möchte nicht im Bild und nicht mit Namen erscheinen. Diese Zurückhaltung sagt etwas über die angespannte Lage aus. Nicht, dass hier offene Feindschaft herrschen würde - weder unter den Christen noch mit der muslimischen Mehrheitsgesellschaft. Aber einfach ist es deshalb auch nicht, hier zu leben. Dabei hat sich in den letzten Jahrzehnten vieles zum Besseren gewandelt. Und wie immer ist alles mit allem verwoben.

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Schlagwort: Papst
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