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Gottesfragen
Erlösendes Lachen

Der Theologe Joachim Negel beantwortet Fragen unserer Leserinnen und Leser. Diesmal geht es um die theologische Bedeutung des Kreuzestodes Jesu
von Joachim Negel vom 30.07.2022
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Verklärt: Das Gemälde von Guido Reni (1640) zeigt keinen Leidenden, sondern einen strahlenden Helden (Foto: Paolo Romiti / Alamy Stock Photo)
Verklärt: Das Gemälde von Guido Reni (1640) zeigt keinen Leidenden, sondern einen strahlenden Helden (Foto: Paolo Romiti / Alamy Stock Photo)

Er hat unsere Peinlichkeiten auf sich genommen; in seinen Missgeschicken wurden wir unserer Lächerlichkeit ansichtig, aber so, dass wir über uns lachen mussten. Und indem wir über uns lachten, löste sich etwas. Wir wurden leicht; wir wurden uns erträglich.« – Mit diesen Worten begann ein Nachruf (in der »Zeit«) auf den großen Komiker und Humoristen Vicco von Bülow, genannt Loriot († 2011). Der Nachruf ruft dem bibelvertrauten Leser einen anderen Nachruf aus den Gottesknechtsliedern in Erinnerung: »Er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich genommen. Durch seine Wunden sind wir geheilt.« (Jesaja 52,13-53,12) Ob der »Zeit«-Autor das wusste, muss offenbleiben. Aber es wird deutlich, was das Wort »Stellvertretung« bedeutet und warum Stellvertretung etwas Heilsames ist: Da tritt jemand an meine Stelle, hilft mir zu lösen, was ich verbockt habe, und so werde ich mir erträglich, weil mich jemand in meinen Unerträglichkeiten nicht nur (er)trägt, sondern mir diese so vor Augen führt, dass ich mich von ihnen lösen kann.

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