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Kopftuch tragen
Gegen den Zwang

Iranerinnen verbrennen ihre Kopftücher als Zeichen der Befreiung. Unsere Autorin behält ihres gerade jetzt auf: als Ausdruck der Glaubensfreiheit.
von Khola Maryam Hübsch vom 05.11.2022
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Khola Maryam Hübsch trägt gerade jetzt ihr Kopftuch weiterhin. (Foto: Foto: Pressebild / Khola Maryam Hübsch)
Khola Maryam Hübsch trägt gerade jetzt ihr Kopftuch weiterhin. (Foto: Foto: Pressebild / Khola Maryam Hübsch)

Zieht das Kopftuch aus und solidarisiert euch!« Diese Aufforderung höre ich wieder häufiger. Ich kann die Wut verstehen. Dass die Mullahs im Iran ihre menschenverachtenden Repressionen mit dem Islam legitimeren, ist unerträglich. Es gibt keinen einzigen Vers im Koran, der eine Strafe für eine Frau vorsieht, die sich nicht verhüllen möchte. Es gibt jedoch viele Verse, die betonen, wie wichtig die Glaubensfreiheit ist. Was nützt ein Glaube, der nicht aus dem Herzen kommt? Der Koran verabscheut Heuchelei und erklärt kategorisch: »Es soll kein Zwang sein im Glauben« (Sure 2, 257). Wenn die Extremisten im Iran Menschen zwingen, islamische Gebote zu befolgen, und körperliche Strafen verhängen, dann verstoßen sie selbst gegen das koranische Gebot der Religionsfreiheit. Wahrer Glaube setzt Freiheit voraus.

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Schlagwörter: Iran Religionsfreiheit
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