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Vorwürfe gegen Annette Kurschus
Gespräche im Pfarrgarten

Was wusste die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus wann von einem Missbrauchsverdacht? Die oberste Aufklärerin der evangelischen Kirche steht möglicherweise vor dem Rücktritt.
von Matthias Drobinski vom 16.11.2023
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»Sie ahnen, wie mich das jetzt trifft«, sagt Annette Kurschus vor der EKD-Synode (Foto: epd-bild/Heike Lyding)
»Sie ahnen, wie mich das jetzt trifft«, sagt Annette Kurschus vor der EKD-Synode (Foto: epd-bild/Heike Lyding)

Es hätte die Woche von Annette Kurschus werden können, der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In Ulm traf sich die Synode der EKD, und gleich zu Beginn, am Sonntag, liefert Kurschus einen geradezu fulminanten Ratsbericht: gegen Antisemitismus und Muslimfeindschaft, für den Schutz geflüchteter Menschen, für die Rettung des Welt- und des gesellschaftlichen Klimas, mit starken Sätzen wie »ich lasse mir die Barmherzigkeit nicht ausreden und werde andere an die Barmherzigkeit erinnern oder von der biblischen Apokalyptik als »Protest- und Hoffnungsrede im Angesicht der Welt, in der alles ins Chaos zu stürzen scheint«. Zwei Jahre ist Kurschus nun im Amt, an diesem Sonntag zeigt sie, dass sie nicht nur eine hervorragende Predigerin ist, sondern auch ihrer Kirche Gesicht und Richtung geben kann.

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