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Kartenspiele auf Entfernung

von Astrid Dobrindt, Meinerzhagen
vom 03.04.2020
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Meine beiden Töchter leben mit ihren Familien mehr als 150 Kilometer entfernt. Wir besuchen uns gelegentlich, telefonieren oft miteinander, schreiben uns Nachrichten über WhatsApp oder schicken kurze lustige Videos.

Neu ist in dem jetzigen Ausnahmezustand, dass wir am Wochenende zusammen Karten spielen.

Mit der Wiesbadener Familie spiele ich Skat, mit den Bonnern Doppelkopf. Es macht großen Spaß!

Ich sitze gemütlich auf dem Sofa, mein iPad auf dem Schoß, und habe FaceTime aktiviert.

Ein Enkelkind mischt die Karten und zeigt mir mein Blatt auf dem Bildschirm. Ich nehme mir meine Karten aus meinem Kartenspiel. Dann geht’s los. Die Enkelkinder benötigen natürlich ein zweites Kartenspiel, schließlich kann ich ja meine Karte, die ich legen will, nicht durchs iPad schieben!

Ich höre Kommentare zum Spielverlauf, kluge Sprüche bei einer Fehlentscheidung. Es ist, als säßen wir, wie vor der Krise, rund um den Tisch. Nur an die Chips komme ich nicht ran, die meine Enkelkinder während des Spiels futtern.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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