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Konflikt ums Credo: Das Publik-Forum Dossier

Das kirchliche Credo geht vielen Christen nur noch schwer über die Lippen. Ihr gemeinsames Glaubensbekenntnis entstand in der Spätantike. Sind seine Worte heute von gestern? Antworten auf eine Streitfrage unter Christen des 21. Jahrhunderts
von Hartmut Meesmann vom 08.03.2012
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Das Publik-Forum Dossier: Ich glaube. Der Konflikt um das Bekenntnis der Christen
Das Publik-Forum Dossier: Ich glaube. Der Konflikt um das Bekenntnis der Christen

Selten hat eine Auseinandersetzung so viele Leserbriefe ausgelöst wie die kontroversen Beiträge zur Frage, ob im Gottesdienst ein gemeinsames Bekenntnis des Glaubens heute noch sinnvoll ist (Publik-Forum 1 und 3/2012). Angestoßen hat diese Debatte die Evangelische Akademikerschaft in Berlin-Brandenburg. Kann man heute noch das Apostolische Glaubensbekenntnis zusammen beten, wenn man doch weiß, dass viele Christen einzelne Glaubensartikel nicht mehr verstehen oder sogar ablehnen? Sind die Glaubensvorstellungen unter den Christen nicht viel zu unterschiedlich, als dass man sie in ein gemeinsames Bekenntnis gießen könnte?

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Während für die einen klar ist, dass man heute um der Ehrlichkeit und der Authentizität des Einzelnen willen auf das gemeinsame Credo verzichten sollte, ist die Debatte für andere typischer Ausdruck einer Gesellschaft, in der sich alles nur noch um das Individuum dreht. Die einen empfinden die Debatte sogar als defätistisch, weil sie die Grundlagen des Christentum zerstöre; die anderen atmen auf, weil sie ihre persönlichen Schwierigkeiten mit der offiziellen Glaubenssprache ernst genommen sehen.

In diesem Dossier vertiefen wir die offenen Fragen rund um das gemeinsame Bekennen (im Gottesdienst): Wie ist es, historisch betrachtet, überhaupt zur Formulierung des Credos gekommen? Was ist an diesem Prozess positiv, was eher negativ zu sehen? Welche Formen des gemeinsamen Glaubensbekenntnisses gibt es? Wie stellt sich das Problem aus Sicht eines lutherischen Theologen in kirchenleitender Position dar? Was passiert da überhaupt, wenn Menschen gemeinsam ein Bekenntnis sprechen? Wie verhalten sich traditionelles »Wir-Bewusstsein«, modernes »Ich-Bewusstsein« und »gewandeltes Wir-Bewusstsein« zueinander – nicht nur im Raum der Kirche? Warum suchen die reformierten Landeskirchen in der Schweiz in einem landesweiten Beratungsprozess plötzlich wieder nach einem gemeinsamen Bekenntnis? Und was kann ein kritischer Blick in die Bibel, die Rückbesinnung auf den Impuls Jesu, zur Frage des Bekennens beitragen?

In diesem Dossier finden sich ganz unterschiedliche Positionen. Vielleicht helfen sie, das eigene Urteil zu bestärken – oder auch zu verändern.

Und so wird´s gemacht: Klicken Sie einfach im Folgenden den Titel des Artikels an, der Sie interessiert. Der Text öffnet sich mit Premiumzugang – vier Wochen kostenlos. Mit diesem Premiumzugang können Sie den Artikel auch vollständig und sehr gut lesbar ausdrucken:

Britta Baas: DER GOTT DER ZWEIFLER. Das kirchliche Credo geht vielen Christen nur noch schwer über die Lippen. Ihr gemeinsames Glaubensbekenntnis entstand in der ersten Jahrtausendhälfte. Sind seine Worte heute von gestern?

Margot Käßmann: »Ich finde das Credo großartig und bewegend«

Friedrich Hauschildt: BEREICHERT IM FREMDEN: Das Apostolische Glaubensbekenntnis mutet mir zu, meine eigene Perspektive erst einmal zurückzunehmen. Für uns Lutheraner ist das ein wichtiger Aspekt

Rudolf Bultmann: »Ich habe immer Worte aus der Bibel genommen«

Barbara Tambour: IM HAUS DES GLAUBENS. Das gemeinsame Bekennen heißt immer auch Handeln

Henning Olschowsky: DAS GEWANDELTE WIR. Heute dominiert das kritische Ich-Bewusstsein

Hannes Liechti: »WORAN GLAUBEN WIR DENN?« In den reformierten Schweizer Landeskirchen ist die Diskussion um ein gemeinsames Credo wieder aufgeflammt

Das Credo von Kappel

Carl Beleites: DIE WAHRHEIT DES HERZENS. Die biblischen Autoren sind überzeugt: Für den, der Jesus nachfolgen will, gibt es kein festes Bekenntnis

Friedrich Schorlemmer: »Ich bekenne mein lebendiges Vertrauen«

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