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Heiliges Land
Land ist Auftrag, nicht Eigentum

Wie Juden haben auch palästinensische Christen eine existenzielle Beziehung zu ihrem Land. Doch aus christlicher Sicht hat das biblische Land seine streng heilgeschichtliche Bedeutung verloren.
von Isaac Munther vom 13.02.2021
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Berg Nebo: Von hier aus soll Mose auf das Gelobte Land geblickt haben (Foto: istockphoto/MissKylaAnn)
Berg Nebo: Von hier aus soll Mose auf das Gelobte Land geblickt haben (Foto: istockphoto/MissKylaAnn)

Der israelisch-palästinensische Konflikt ist einer der komplexesten Konflikte der modernen Geschichte. Im Kern ist er ein Streit um Territorium, ein Konflikt um das biblische Land. Dabei wird die Religion von vielen Parteien zur Rechtfertigung von Gewaltakten und Landkonfiszierungen missbraucht. Viele hohe Vertreter des Judentums und sogar jüdische Politiker, aber auch viele Oberhäupter der christlichen Kirchen wenden biblische Texte auf den modernen Staat Israel an. Palästinensische Christen haben hierauf reagiert und alternative Lesarten geliefert. Die palästinensische Kirche bezieht ihre Identität und Theologie aus ihrem natürlichen und ungebrochenen Verhältnis zum biblischen Land. Es ist das Land, in dem Jesus geboren wurde. Palästinensische Christen haben also eine existenzielle Beziehung zu ihrem Land. Das Selbstverständnis der palästinensischen Kirche hat, anders gesagt, eine territoriale Dimension.

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