Letzte Zuflucht Kirchenasyl
Ein gut 15 Quadratmeter großer Raum mit zwei Betten und einem Tisch samt Fernseher darauf: das ist für die nächsten Monate die Welt der 26-jährigen Rufta* (Name ist geändert) und ihrem Sohn. Eine evangelische Gemeinde, irgendwo in Deutschland, hat sie vor einigen Wochen ins Kirchenasyl aufgenommen. Eine kleine Küche teilt sie sich mit zwei weiteren Bewohnern, an die Zimmer vermietet werden. »Hier fühle ich mich sicher«, sagt die junge Frau. »Ich schlafe viel, koche, es ist schwer, die Tage zu füllen«, übersetzt der Dolmetscher. Rufta kann erst wenig Deutsch. Sie hat eine Bibel auf Tigrinya, die Sprache Eritreas, in ihrem Zimmer. Die gibt ihr Halt.
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