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Strukturreformen
Macht und Vermögen in Bischofs Hand

In Nordrhein-Westfalen wollen die Bistümer mit einem neuen Gesetz Gemeindefusionen erleichtern und die Kirchenvorstände entmachten.
von Christoph Fleischmann vom 28.07.2024
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Ende des demokratischen Sektors (Zeichnung: Thomas Plassmann)
Ende des demokratischen Sektors (Zeichnung: Thomas Plassmann)

Wir wollen nur unser Gemeindeleben so weiterführen wie bisher«, sagt Johannes Saß. Deswegen habe man im Kirchenvorstand Beschlüsse gefasst, dass man keiner Fusion der Pfarrei zustimmen werde. Der 72-jährige Saß ist geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands der Pfarrei Sankt Aegidius in Bornheim-Hersel, auf dem fruchtbaren Land zwischen Bonn und Köln. Der gelernte Bankkaufmann hat jahrelang den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern weitergeführt, bevor er ihn vor fünf Jahren an den Sohn übergeben hat. Er sei fest mit der Scholle und der Kirche verbunden, sagt Saß. Aber nun soll seine Pfarrei Sankt Aegidius wie alle anderen Pfarreien des Erzbistums Köln ihre Selbstständigkeit aufgeben. Das heißt im Fall von Bornheim-Hersel: Entweder mit 18 anderen zu einer Großpfarrei fusionieren oder mit fünf Pfarreien eine neue Pfarrei in einem Kirchenverband bilden. Beides will Saß nicht.

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Schlagwörter: Katholische Kirche NRW
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