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Maria Magdalena und die Heilige Geistin

Ostern, früh am Morgen, war sie die erste Zeugin von Jesu Auferstehung. Um Maria von Magdala ranken sich zahlreiche Legenden. An der »Apostelin der Apostel« zeigen sich die Geschlechter-Querelen des Christentums. Eine Hommage
von Anne Strotmann vom 12.04.2020
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Besondere Nähe: Ist die weiblich aussehende Gestalt an der Seite Jesu der »Lieblingsjünger« oder vielleicht doch eine »Lieblingsjüngerin«? (Relief aus Frankreich) (Foto: www.tourisme-en-france.com)
Besondere Nähe: Ist die weiblich aussehende Gestalt an der Seite Jesu der »Lieblingsjünger« oder vielleicht doch eine »Lieblingsjüngerin«? (Relief aus Frankreich) (Foto: www.tourisme-en-france.com)

Im Herbst 1985 führte »Maria Magdalena« von Sandra mehrere Wochen die Charts an. Das Lied war meine erste Begegnung mit diesem Namen. Ich habe bis heute nicht so richtig verstanden, was es mir sagen will. »I’ll never be Maria Magdalena« – was soll das heißen? »Ich bin keine Schlampe« oder vielleicht auch »Ich bin keine Heilige«? Mit der biblischen Maria Magdalena hat es jedenfalls nichts zu tun. Daran zeigt sich eigentlich schon die ganze Misere um eine der legendärsten biblischen Personen. Maria Magdalena? War das nicht diese Prostituierte, die von Jesus auf den rechten Weg gebracht wurde? Sie wird verkürzt auf ein moralisierendes Beispiel für ohnehin fragwürdige Vorstellungen davon, wie Frauen sein sollten.

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