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Bibelfragen
Mit scharfem Schwert gegen Jericho?

Peter Andresen und Abraham Roelofsen fragen, wie man die Aufforderungen zu Gewalt verstehen kann. Die Alttestamentlerin Dorothea Erbele-Küster über die Kriegsrhetorik im Buch Josua.
vom 24.09.2024
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Eine Erzählung mit großer Wirkungsgeschichte: Die Eroberung Jerichos (Foto: pa/Mary Evans Picture Library)
Eine Erzählung mit großer Wirkungsgeschichte: Die Eroberung Jerichos (Foto: pa/Mary Evans Picture Library)

Große Passagen des Josuabuches handeln vom Aufruf zur Zerstörung und zur Vernichtung der Bevölkerung auf dem Weg ins »Gelobte Land«. Ich muss das Buch immer wieder weglegen, denn sofort steigen Bilder von zerstörten Städten in mir auf. Ich kann und will die Gewalt(rhetorik) nicht rechtfertigen oder kleinreden, denn sie hat eine gewalttätige Geschichte nach sich gezogen und reproduziert bereits im Lesen Gewalt. Ein wichtiger Hinweis daher vorab: die geschilderten Ereignisse sind nicht historisch, sie bilden keine kriegerischen Eroberungen in der Spätbronzezeit ab. In der Forschung wird daher von der »Entstehung Israels im Land« und nicht länger von der »Landnahme« gesprochen.

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