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Maria 2.0
Nach dem Aufbruch

Maria 2.0 war eine Provokation, ihrem Protest schlossen sich Tausende an. Fünf Jahre nach der Gründung ist es still geworden um die Aktivistinnen. Haben sie die Hoffnung aufgegeben?
von Judith Bauer vom 04.06.2024
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Sie gab der Bewegung ein Gesicht: Lisa Kötter 2019 bei einer Demo in Münster (Foto: KNA/Andre Zelck)
Sie gab der Bewegung ein Gesicht: Lisa Kötter 2019 bei einer Demo in Münster (Foto: KNA/Andre Zelck)

Lisa Kötter traut der Idylle nicht. Sie sitzt auf der Terrasse ihres Hauses in Münster, mit Blick auf den Garten, in dem die Blumen blühen und ein paar Hühner in der Erde scharren. Von den umstehenden Häusern ist hinter Hecken und Bäumen wenig zu sehen, kein Lärm dringt bis hierher durch, dabei ist das Stadtzentrum ganz nah. Es ist die perfekte private Oase. Lisa Kötter ist verabredet, sie trifft sich gleich mit ihrer Maria-2.0-Gruppe. Um diese soll es an diesem Abend eigentlich gehen. Aber andere Themen drängen sich vor: die politische Stimmung kurz vor der Europawahl, die Normalisierung rechter Standpunkte im Alltag. Ein Gespräch über Maria 2.0, das wird schnell klar, ist für Lisa Kötter auch ein Gespräch über den Zustand der Demokratie.

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