Theologie
Nirgends und doch überall …
Unser Leser Georg Grathwohl fragt: »Wenn für den Anstoß des Ganzen keine physikalische Kausalität anzugeben ist, ist dann jene schöpferische Nicht-Kausalität nicht in allem gegenwärtig?«
Warum eigentlich gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« – diese Urfrage aller Philosophie und Religion ist unergründlich, aber kaum zu übergehen. Es war Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 -1716), der große Mathematiker und Philosoph, der diese Frage in die These umformte: »Nichts ist ohne zureichenden Grund« (nihil est sine ratione sufficiente). Dieser »Satz vom zureichenden Grund« ist seitdem das Prinzip nicht nur der Philosophie, sondern auch der Naturwissenschaften. Es lautet: »Keine Tatsache kann existieren und keine Aussage kann als wahr erwiesen werden, ohne dass ein zureichender Grund vorliegt, warum es so und nicht anders ist.« (Leibniz, Monadologie 31f.)
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Joachim Negel, geboren 1962, ist Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Fribourg (Schweiz). Wenn Sie eine Gottesfrage an ihn stellen wollen: [email protected],Betreff: Gottesfragen

