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9. November
Ostdeutsche Erfahrungen in Rente geschickt

Die Kirchen verkennen die Leistungen der Christinnen und Christen aus der ehemaligen DDR. Gedanken zum 9. November.
von Christiane Thiel vom 09.11.2023
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Ort der Demokratie: In der Berliner Gethsemanekirche wurde der Rücktritt von Erich Honecker diskutiert. (Foto: PA / DPA / Chris Hoffmann)
Ort der Demokratie: In der Berliner Gethsemanekirche wurde der Rücktritt von Erich Honecker diskutiert. (Foto: PA / DPA / Chris Hoffmann)

Als ostdeutsche Christin habe ich mich immer eng mit den Geschwistern in Westdeutschland verbunden gefühlt, weil wir eine lebendige Beziehung zu einer Partnergemeinde in Verden an der Aller hatten, die uns nicht nur sehr geholfen hat, sondern auch durch Begegnungen und Gespräche eine große Rolle in unserem Leben als christliche Familie in der DDR gespielt hat. Dass wir in der Feier des Gottesdienstes, im Glauben und Beten weltweit verbunden sind, war mir als Heranwachsende in der Enge des real existierenden Sozialismus ein großer Trost und eine stille Freude. Besonders dann, wenn unsere Aufmerksamkeit nur nach Osten zu den »Bruderländern« gelenkt werden sollte. Ich wusste dann, dass die Welt bedeutend größer ist und dass der tagtäglich öffentlich infrage gestellte Glaube an unseren lebendigen Gott überall auf der Welt Anhängerinnen und Anhänger hat. Das war ein wirklich gutes Gefühl, und es bedeutet mir bis heute sehr viel: in wie großer Unterschiedlichkeit wir in unserem Glauben an die Auferstehung Gottes verbunden sind. Das ist schön!

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