Zur mobilen Webseite zurückkehren

Publik-Forum Dossier: Warum ich (nicht) bete

Was verbindet Bodo Ramelow mit Ursula von der Leyen oder Winfried Kretschmann mit Manuela Schwesig? Sie beten. Und sie sind bereit, öffentlich über ein Thema zu sprechen, das in unseren Breitengraden zu einem Tabu geworden ist. Das aktuelle Publik-Forum Dossier
von Michael Schrom vom 15.12.2016
Artikel vorlesen lassen
Beter und Nicht-Beter versammelt: Das aktuelle Publik-Forum Dossier »Warum ich (nicht) bete« beinhaltet Statements unter anderem von Ursula von der Leyen, Milad Karimi, Felicitas Hoppe, Elisa Klapheck, Bodo Ramelow, Christel Neudeck, Manuela Schwesig, Tilmann Moser und Winfried Kretschmann (Fotos: Pressebild; Herder Verlag; S. Fischer Verlag/Tobias Bohm; privat; Rudolf Wichert; Pressebild/TSK; pa/dpa/Kay Nietfeld; Pa/dpa/Marius Becker; Pressebild)
Beter und Nicht-Beter versammelt: Das aktuelle Publik-Forum Dossier »Warum ich (nicht) bete« beinhaltet Statements unter anderem von Ursula von der Leyen, Milad Karimi, Felicitas Hoppe, Elisa Klapheck, Bodo Ramelow, Christel Neudeck, Manuela Schwesig, Tilmann Moser und Winfried Kretschmann (Fotos: Pressebild; Herder Verlag; S. Fischer Verlag/Tobias Bohm; privat; Rudolf Wichert; Pressebild/TSK; pa/dpa/Kay Nietfeld; Pa/dpa/Marius Becker; Pressebild)

Wie groß die Vorbehalte sind, zeigt sich zum Beispiel darin, dass nur noch sechs Prozent der Deutschen der Meinung sind, öffentliches Beten sei mit dem westlichen Lebensstil vereinbar. 1991 waren es noch 37 Prozent. Nun sollte man Meinungsumfragen nicht überbewerten. Aber dieses Ergebnis deckt sich mit unserer Erfahrung. Etwa sechs Prozent der Prominenten aus Politik und Kultur, die wir um ein Statement zur Frage »Warum ich (nicht) bete« baten, kamen unserer Bitte nach. Diese persönlichen Zeugnisse durchziehen unser Dossier.

Anzeige
loading

Wir wären nicht Publik-Forum, wenn wir nicht auch Menschen zu Wort kommen lassen würden, die nicht im Rampenlicht stehen. Die Zeugnisse von Flüchtlingen, von Menschen in sozialer Not, die Gedanken einer Beterin in einem Seniorenheim – sie sind uns besonders wichtig.

Unsere Layouter, Autorinnen und Autoren standen diesmal vor einer paradoxen Herausforderung: Wie kann man ein Thema bebildern, das nicht bebilderbar ist? Wie über Beten schreiben, wenn die eigentliche Energie des Gebets im Schweigen liegt? Der Dichter Christian Lehnert gibt im Interview einige Hinweise.

Als Zeitschrift des Dialogs wollten wir die Besonderheit des jüdischen und islamischen Gebets aufgreifen und eine Brücke schlagen zu den kontemplativen Traditionen, die keine Gottesanrede kennen. Die Rabbinerin Elisa Klapheck, der Islamwissenschaftler Ahmad Milad Karimi und der Theologe und Zen-Lehrer Michael von Brück haben sich darüber Gedanken gemacht. Auch die politische Kraft des Betens – Stichwort: Friedliche Revolution – sollte nicht unerwähnt bleiben. Wichtig waren uns auch die psychoanalytischen Einwände eines ehemaligen Beters, der nicht mehr betet.

Am Ende standen wir vor einer großen Fülle von Beiträgen. Wir wollten Ihnen keinen vorenthalten. Deshalb haben wir uns getraut, diesem Thema ohne Verkaufsgarantie richtig viel Platz zu schaffen. Sie erhalten nun 24 Seiten zusätzlichen Lesestoff. Vielleicht inspiriert Sie das, selbst über das Beten nachzudenken? Auf Ihre Antworten sind wir gespannt.

4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
Personalaudioinformationstext:   Michael Schrom ist Leiter des Ressorts »Religion & Kirchen«.
Das Publik-Forum Dossier »Warum ich (nicht) bete« hat 24 Seiten, liegt der Publik-Forum-Ausgabe 24/2016 bei, ist aber auch einzeln erhältlich. Sie können es in großen und kleinen Kontingenten hier bestellen.
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0