Nahost-Konflikt
Religiöse Radikale machen in Israel Politik
Die neue Regierung in Israel unter der Führung von Benjamin Netanjahu ist rechter und religiöser als je eine Regierung zuvor. Deren Ziele verursachen Kopfschmerzen inner- und außerhalb Israels. Offenbar ist mit direkten Angriffen auf säkulare Institutionen, Werte und Errungenschaften zu rechnen. Netanjahu hat vor allem zum Zwecke des eigenen Machterhalts diese Regierung aus rechten und religiösen Parteien zusammengestellt und nimmt die Konsequenzen bewusst in Kauf. Aber: Es war eine demokratische Wahl, deren Ergebnis Netanjahu die Möglichkeit dazu eröffnet hat. In den ersten Jahrzehnten nach der Staatsgründung aber wäre ein solches Wahlresultat undenkbar gewesen. Was hat sich seit damals geändert?
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Hannes Vorhofer ist Wissenschaftler bei der Postsecular Conflicts Research Group der Uni Innsbruck.

