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Theologie
Vom Mahl zum Opfer und zurück

Das Eucharistieverständnis der katholischen Kirche ist überholt.
von Helmut Jaschke vom 22.09.2024
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(Foto: KNA-Bild/Harald Oppitz)
(Foto: KNA-Bild/Harald Oppitz)

Die Wandlung ist das Herzstück des katholischen Eucharistieverständnisses. Am Eucharistieverständnis wiederum hängt das Weihepriestertum. Und daran die ständische, hierarchische Kirchenverfassung. Daher führt der Beitrag von Martin Ebner über die Wandlung (Publik-Forum 15/2024, S. 37) mitten ins Zentrum der Krise der katholischen Kirche. Denn der entscheidende Bruch in der Geschichte des Christentums ist zweifellos die Umcodierung der Eucharistie von einer Mahlfeier im Andenken an Jesus zu einer kultischen Opferhandlung, die nur ein geweihter Priester darbringen kann. Die desolate Situation der katholischen Kirche ist zu einem guten Teil der Tatsache geschuldet, dass sie in ihrem Selbstverständnis immer noch eine Priesterkirche ist, deren überhöhtes Priesterbild den Missbrauch befördert und zu abgrundtiefen Enttäuschungen geführt hat. Wurde doch den Geistlichen eine geradezu göttliche Autorität zugesprochen, was Gläubige über Jahrhunderte verinnerlicht haben.

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