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Von Wunschkindern und Leihmüttern

Hundert bestellte Babys warten in einem Kiewer Hotel auf ihre Auftragseltern: Leihmutterschaft und Eizellenspende werfen große ethische Fragen auf. Leider wird darüber kaum diskutiert.
von Antje Schrupp vom 29.10.2020
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Zwei in eins: Mutter und Kind (Foto: istockphoto/David Pereiras)
Zwei in eins: Mutter und Kind (Foto: istockphoto/David Pereiras)

Bestellt und nicht abgeholt. So liegen hundert Babys nebeneinander in Plastikbettchen in einem Hotel in Kiew. Die Corona-Pandemie hat verhindert, dass die Babys von ihren Auftragseltern, die über den ganzen Globus verteilt sind, abgeholt werden. Geboren wurden die Kinder von Leihmüttern in der Ukraine, die dafür etwa 17 000 Euro erhalten. Leihmutterschaft ist unter anderem in manchen Bundesstaaten der USA, in Georgien, Ukraine, Griechenland oder Israel legal. Eizellenspende ist es unter anderem in Polen, Tschechien, Spanien, Russland, Österreich und den meisten skandinavischen Ländern. Manchmal werden diese reproduktiven Dienste als altruistische Spenden deklariert, um den kommerziellen Aspekt herunterzuspielen. Trotzdem gehen sie mit finanziellen Entschädigungen einher, die für die Eizellenspenderinnen und Leihmütter oft die wichtigste Motivation sind.

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Schlagwörter: Ethik Leihmutterschaft
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