Synode der Evangelischen Kirche
Zwischen Empathie und Interessenvertretung
Kurzes Stolpern vor der eigentlich sicher geglaubten Wahl der Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): Die Synode der EKD wollte die Betroffenen sexualisierter Gewalt außerhalb des kirchlichen Beteiligungsforums nicht reden lassen, sondern ihre Äußerungen einhegen. Aber das ging schief: Julia von Weiler las als Anwältin des Publikums nicht nur Äußerungen der anwesenden Gäste vor, sondern auch eine Mail, in der eine Betroffene von sexualisierter Gewalt fragte, warum die Rolle von Fehrs in ihrem Aufarbeitungsfall, in dem Fehrs befangen gewesen sei, nicht untersucht werde. Die EKD wusste von dem Fall, deswegen gab es im Vorfeld der Synode ein Schreiben der EKD-Fachstelle für Sexualisierte Gewalt an die Synodalen, in dem einige Informationen dazu zusammengetragen wurden. Dort hieß es unter anderem: »Die Nordkirche arbeitet den Sachverhalt weiterhin konsequent auf, und die Stabsstelle Prävention der Nordkirche betrachtet den Vorgang weiterhin nicht als abgeschlossen.«
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