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Zur letzten Synodalversammlung
Wahrheit gibt es nur in Freiheit

Auf der Versammlung von Bischöfen und Kirchenvolk wird das grundlegende Verhältnis von Freiheit und Wahrheit in der katholischen Kirche verhandelt – und damit die Architektur einer zukunftsfähigen Glaubensgemeinschaft.
von Michael Schrom vom 09.03.2023
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Nur weil die Konturen verschwimmen, ist die Idee von Kirche nicht überholt. (Foto: 2019 Steffz / Photocase)
Nur weil die Konturen verschwimmen, ist die Idee von Kirche nicht überholt. (Foto: 2019 Steffz / Photocase)

Als Wolfgang Huber, der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), 2006 die evangelische Kirche als »Kirche der Freiheit« definierte, war die Empörung unter Katholiken groß. Denn obwohl das Positionspapier nicht konfessionalistisch angelegt war, fühlte man sich in der katholischen Kirche in die Ecke gedrängt. Wenn die Evangelischen die Kirche der Freiheit waren, was war man dann selbst? Etwa die Kirche der Unfreiheit? Und überhaupt: Sollten evangelische wie katholische Christen nicht vielmehr gemeinsam die Wahrheit des Evangeliums bezeugen, statt miteinander zu konkurrieren, in welcher Kirchengestalt die Freiheit besser verwirklicht ist?

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