2017 ist Luther-Jahr. Aber es könnte auch das Jahr des Dritten Ökumenischen Kirchentags in Deutschland werden. Wenn nicht dauernd irgendwer dagegen wäre. Ein Katholik und ein Protestant beraten sich - mit Jesus.
Was würde Jesus zur Frage eines ökumenischen Kirchentages im Jahre 2017 sagen? Vielleicht würde er mit einer Gegenfrage antworten: »Warum fragt ihr noch?« Für ihn wäre es wohl selbstverständlich, dass nach zwei erfolgreichen ökumenischen Kirchentagen 2003 in Berlin und 2010 in München der nächste stattfinden müsste - und zwar im 500. Jahr der Reformation. »Wenn ihr euch schon über vieles immer noch nicht einigen könnt und der Skandal getrennter Abendmahlsfeiern bestehen bleibt, dann macht wenigstens einen gemeinsamen Kirchentag in diesem Jahr«, könnte er antworten.
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Die Autoren waren Mitglieder im Präsidium des Zweiten Ökumenischen Kirchentages 2010. Steffen Reiche, Berlin, ist Pfarrer der Reformierten Schlosskirchengemeinde in Köpenick und Mitglied der Präsidialversammlung des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Bis 2009 saß Reiche für die SPD im Bundestag; zwischen 1999 und 2004 war er Bildungsminister in Brandenburg.Hans-Georg Hunstig, Paderborn, ist Rechtsanwalt und Notar, engagiert sich in seiner Heimatgemeinde St. Heinrich und Kunigunde Schloß Neuhaus, im Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn und im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.