Porträt
Widerstand als Berufsalltag
Die Jugend sei die Zeit zum Rebellieren, heißt es, und selbst die größte Revoluzzerin werde mit den Jahren milder. Irgendwann, nach langen Kämpfen, komme die Zeit, um die Realität zu akzeptieren. Bei Marianne Arndt ist das andersrum. Die katholische Gemeindereferentin ist in Köln für ihre Kritik am Erzbistum bekannt, und je älter sie wird, desto vehementer vertritt sie ihre Position für eine veränderte Kirche. Im vergangenen Jahr hat sie Frauen öffentlich zum Predigen aufgerufen und pastoralen Ungehorsam im Bistum organisiert. Lange sei sie eine Reformerin gewesen, sagt sie. Heute versteht sie sich als radikalisiert – »im positiven Sinne«.
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