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Porträt
Widerstand als Berufsalltag

Marianne Arndt arbeitet als Seelsorgerin für das Erzbistum Köln – und ist zugleich Kardinal Woelkis schärfste Kritikerin. Besuch bei einer Frau, die sich den Mund nicht verbieten lässt.
von Judith Bauer vom 08.05.2023
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Eine leidenschaftliche Gemeindemacherin: Marianne Arndt in ihrem Büro (Foto: Judith Bauer)
Eine leidenschaftliche Gemeindemacherin: Marianne Arndt in ihrem Büro (Foto: Judith Bauer)

Die Jugend sei die Zeit zum Rebellieren, heißt es, und selbst die größte Revoluzzerin werde mit den Jahren milder. Irgendwann, nach langen Kämpfen, komme die Zeit, um die Realität zu akzeptieren. Bei Marianne Arndt ist das andersrum. Die katholische Gemeindereferentin ist in Köln für ihre Kritik am Erzbistum bekannt, und je älter sie wird, desto vehementer vertritt sie ihre Position für eine veränderte Kirche. Im vergangenen Jahr hat sie Frauen öffentlich zum Predigen aufgerufen und pastoralen Ungehorsam im Bistum organisiert. Lange sei sie eine Reformerin gewesen, sagt sie. Heute versteht sie sich als radikalisiert – »im positiven Sinne«.

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