Wie kommt Gott ins Gehirn?
von
Michael Blume
vom 09.07.2014
Schon Charles Darwin nahm an, dass sich religiöse Erfahrungen in den Gehirnstrukturen des Menschen eingegraben haben. (Foto: Bruce Rolff/gettyimages.com/istockphoto)
Dass auch Religiosität und Spiritualität eine natürliche, also evolutions- und neurobiologische Grundlage haben müssten, klingt nach einem unerhört modernen Gedanken. Doch weit gefehlt. Bereits der Entdecker der Evolutionstheorie selbst, Charles Darwin, nahm an, dass sich die Fähigkeit zu religiösen und spirituellen Erfahrungen in der Menschheitsgeschichte entwickelt, bewährt und in unsere Gehirnstrukturen eingegraben habe. Und im Gegenzug zu Generationen selbsternannter »Darwinisten« wusste er, wovon er schrieb.
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Michael Blume, geboren 1976, lehrt Religionswissenschaft an den Universitäten Jena und Köln. Er promovierte 2003 über die damals sogenannte »Neurotheologie« und wurde als erster Deutscher ins Forschernetzwerk der Evolutionary Religious Studies berufen. Blume ist Autor der Bücher »Gott, Gene und Gehirn. Zur Evolution der Religiosität« (zusammen mit Rüdiger Vaas) und »Evolution und Gottesfrage. Charles Darwin als Theologe«.

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