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Leserbrief
Für dumm verkauft

vom 13.01.2026
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Das möge mir jetzt doch bitte jemand plausibel erklären. Da wurde 2019, insbesondere als Reaktion auf die Ergebnisse der MHG-Studie, in der es um den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester ging, von der Deutschen Bischofskonferenz der synodale Weg beschlossen, der Reformen anstoßen sollte, um die systemischen Ursachen für Missbrauch aufzuarbeiten und die Kirche durch mehr Synodalität, also gemeinsames Beraten und Entscheiden von Bischöfen und Laien, zu erneuern. Herausgekommen ist letztlich eine Synodalkonferenz, in der Laien das Recht haben, mit den Bischöfen gemeinsam darüber zu beraten und zu entscheiden, wie der relativ geringe Betrag von circa 129 Millionen Euro, der von den Bistümern für überdiözesane Aufgaben bereitgestellt wird, verwendet wird. Da kann ich beim besten Willen keinen Zusammenhang mehr erkennen. Wer will denn da wen eigentlich für dumm verkaufen? Manfred Flerus, Königswinter

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 1/2026 vom 16.01.2026, Seite 62
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