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House of One
Sie bauen noch nicht, aber beten schon mal

Drei Religionen unter einem Dach, in bester Berliner Lage – das House of One ist ein Prestigeprojekt des interreligiösen Dialogs. Doch der Bau kommt nicht voran. Was wird aus dem gemeinsamen Gebet?
von Judith Bauer vom 14.02.2024
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Optimistisch, trotz allem: Rabbi Andreas Nachama, Imam Kadir Sanci und Pfarrer Gregor Hohberg (Foto: © House of One/René Arnold)
Optimistisch, trotz allem: Rabbi Andreas Nachama, Imam Kadir Sanci und Pfarrer Gregor Hohberg (Foto: © House of One/René Arnold)

Der Rabbi ist an diesem Abend als Erster da. Er will einen Chanukka-Leuchter aufstellen, bevor die Gäste eintreffen. Das House of One hat zum Gebet eingeladen, und weil es noch kein Haus gibt, in dem man sich an diesem kalten Dezemberabend treffen könnte, sollen sich die Betenden an der Baustelle versammeln. Hier steht auch die House-of-One-Box, ein Container-Gebäude voller Infomaterial über das Bauprojekt. Hinter der Glastür errichtet Rabbi Andreas Nachama aus einem Tischchen und einem Tritthocker ein Podest für die Chanukkia. Er hat ein dunkles Spannbetttuch mitgebracht, um die Konstruktion zu verhüllen. Von außen sieht man vor allem den silbernen Leuchter, nicht aber das etwas wacklige Provisorium.

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