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Der Superpapst

Seit einem Jahr ist er im Amt. Konservative und Reformer scheinen Papst Franziskus seither zu lieben. Doch wohin steuert er seine Kirche? Der Gesamteindruck bleibt zwiespältig
von Christian Modehn vom 28.02.2014
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Die Konservativen haben ihren Papst und die Reformer haben ihren Papst. Denn Franziskus will der Liebling aller sein. Die einen jubeln, wenn er Erzbischof Gerhard Müller, den obersten Glaubenshüter, zum Kardinal ernennt. Die anderen dürfen sich über seine »kollegiale Wende« freuen, weil er sich von acht Kardinälen beraten lässt. Die einen begeistern sich für seine dogmatisch »festen« Predigten, die er in der Kapelle seines Domizils Santa Marta hält. Bei den anderen weckt er politische Leidenschaft, wenn er die Sache der Flüchtlinge zu seiner eigenen macht. Der Apostel Paulus nannte diese Haltung »allen alles werden«. Sie ist auch für Ignatius von Loyola, dessen Orden Jorge Bergoglio angehört, ein Leitprinzip.

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