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Sorglosigkeit trifft Arroganz

Die Finanzskandale in der katholischen Kirche haben viele Wurzeln
von Michael Schrom vom 23.02.2018
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Was hat die geplante Schließung von acht katholischen Schulen im Erzbistum Hamburg mit der Kreditvergabe an fragwürdige amerikanische Immobilienentwickler durch das Bistum Eichstätt zu tun? Oder mit der mittlerweile sprichwörtlich gewordenen Badewanne im Limburger Bischofshaus? Auf den ersten Blick nichts. Im überschuldeten Erzbistum Hamburg geht es darum, rasch Kosten zu senken, um einen Bankrott abzuwehren. Im Bistum Eichstätt ist Bischof Gregor Maria Hanke vermutlich einem Betrüger aufgesessen, der mit erheblicher krimineller Energie ein Sechstel des Anlagevermögens veruntreut hat. Und in Limburg glaubte ein Kirchenfürst, dass zu seiner Lebens- und Amtsführung ein bestimmtes Design gehöre, koste es, was es wolle. Schaut man aber genauer hin, erkennt man durchaus Parallelen. In allen drei Fällen zeichnet sich der Umgang mit Geld durch eine Mischung aus Unkenntnis, Sorglosigkeit und klerikaler Arroganz aus – in unterschiedlichen Gewichtungen.

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