Personen und Konflikte
Carola Rackete, Seenotretterin und Spitzenkandidatin der Linken für die Europawahl, solidarisiert sich mit den streikenden Lokführern. »Jeder Streik für fairen Lohn, auch der der GDL, ist in der jetzigen Zeit nur folgerichtig«, sagte sie der »Welt«. Die Reisenden seien nicht von den streikenden Lokführern genervt, sondern von der Bahn. Sie warnte davor, den öffentlichen Groll auf den Lokführer abzuladen. »Ohne Streiks wird es niemals bessere Tarifbedingungen geben, weder für die Lokführer der GdL noch das Bodenpersonal der Lufthansa oder die Busfahrerinnen im ÖPNV.« Die 35-Stunden-Woche sei ein wichtiger Schritt zur Einführung der Vier-Tage-Woche. Dagegen fordert der Bund katholischer Unternehmer (BKU) eine Einschränkung des Streikrechts bei Unternehmen der kritischen Infrastruktur. Bestimmte Bereiche wie etwa der Bahnverkehr, Krankenhäuser oder die Kinderbetreuung seien anders zu behandeln als etwa die Produktion von Konsumgütern. Andernfalls könnten kleine Gruppierungen mit ihren Streiks sehr viele unbeteiligte Menschen treffen, argumentiert der BKU.
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