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Altes Testament
Wie der Mensch zum Ebenbild Gottes wurde

Die antiken Wurzeln moderner Demokratie führen nach Israel. Auch wenn man aus dem Alten Testament keine Theorie der Demokratie ableiten kann, so hat es doch den geistesgeschichtlichen Weg dorthin gewiesen.
von Konrad Schmid vom 29.04.2024
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Auf Augenhöhe: Im Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren erschafft Gott den Menschen nach seinem Ebenbild. (Foto: pa/akg-images/Erich Lessing)
Auf Augenhöhe: Im Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren erschafft Gott den Menschen nach seinem Ebenbild. (Foto: pa/akg-images/Erich Lessing)

Seit 1948 ist Israel eine Demokratie. Dass für den neugegründeten Staat diese Staatsform zu wählen war, bedurfte keiner Debatte. Für die Jüdinnen und Juden, die bereits im Land waren, sowie für diejenigen, die vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg hinzukamen, war dies selbstverständlich – sie kamen aus Ländern, die entweder demokratisch strukturiert gewesen waren oder Demokratien waren und blieben. Allerdings besitzt Israel in intellektueller Hinsicht eine viel längere Tradition in Sachen Demokratie, als dass es nur eine Staatsform übernommen hätte, die sich seit dem 18. Jahrhundert mehr und mehr durchgesetzt hat. Die jüngeren Wurzeln moderner Demokratien umfassen vor allem die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika mit der Unabhängigkeitserklärung von 1776 und die Französische Revolution (1789-1799) sowie entsprechende Tendenzen in den nationalstaatlichen Bewegungen im 19. Jahrhundert. Die mittelfristigen Prozesse finden sich im Humanismus, der Reformation sowie der Aufklärung. Die langfristigen Wurzeln gehen zurück in die Antike und finden sich dort neben Griechenland und Rom auch im antiken Israel.

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