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Türkei
Spiel mit dem Feuer

Nach der Verhaftung von Ekrem Imamoglu organisiert seine Partei Proteste gegen den türkischen Präsidenten. Erdogans Regime und seine Verbündeten reagieren immer härter. Und wirken gerade deshalb so schwach wie lange nicht.
von Cem Sey vom 20.04.2025
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Demonstranten in Istanbul: Eine neue Qualität des Protests. (Foto: PA / REUTERS / Tolga Uluturk)
Demonstranten in Istanbul: Eine neue Qualität des Protests. (Foto: PA / REUTERS / Tolga Uluturk)

Die Türkei ist an Putsche, politisch motivierte Massaker und Intrigen aller Art gewöhnt. Die Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters, Ekrem İmamoğlu, am 19. März war dennoch ein Schock für das Land. İmamoğlu, dem offiziell Korruption und Terrorunterstützung vorgeworfen wird, gilt als aussichtsreichster Politiker im Machtkampf gegen den autoritär regierenden Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Das hat Massenproteste ausgelöst, die eine neue Qualität erreicht haben. Zwar gab es bereits unter Erdoğans Regentschaft spontane Massenproteste: 2013 organisierten seine Gegner die Gezi-Park-Proteste. Im Juli 2016 traten Erdoğan-Befürworter nach dem Putschversuch gegen ihn auf die Straße. Doch mit den gegenwärtigen Protesten begibt sich die Republikanische Volkspartei (CHP), der auch İmamoğlu angehört, auf gefährliches Terrain. Sie lenkt und steuert die Massenproteste. Das hat sich bisher keine Partei in der modernen Türkei getraut.

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