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Zum Tod von Papst Franziskus
Der Jesuitenpapst

Jorge Mario Bergoglio holte die Armen in die Mitte und riskierte den Häresie-Verdacht: Über die Theologie des »Ignatius von Assisi«.
von Andreas R. Batlogg SJ vom 21.04.2025
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Der obdachlose Papst: Graffiti des Streetartkünstlers AleXsandro Palombo im Mai 2020 in Mailand. (Foto: kna)
Der obdachlose Papst: Graffiti des Streetartkünstlers AleXsandro Palombo im Mai 2020 in Mailand. (Foto: kna)

Nein, wirklich ernst genommen als Theologe wurde er nicht, dieser Papst. Das lag auch daran, dass sein Vorgänger oft als »Theologenpapst« bezeichnet und zum »Jahrhunderttheologen« hochgejubelt wurde. Bei diesem Vergleich konnte Franziskus nicht mithalten. Doch ein »theologisches Leichtgewicht« war er deshalb noch lange nicht. Jorge Mario Bergoglio war der erste Papst aus Lateinamerika, der erste aus dem Jesuitenorden, der erste, der sich Franziskus nannte. Drei Faktoren, die auch eine theologische Bedeutung hatten. Franziskus markierte das Ende – oder mindestens die Relativierung – einer eurozentrierten, lehramtsfixierten Theologie. Das Ende einer theologischen Arroganz, welche Theologien im Plural, erst recht die der »Dritten Welt«, günstigstenfalls zur Kenntnis nahm.

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