80. Geburtstag von Daniel Libeskind
Der Architekt der Hoffnung
Wer das Jüdische Museum in Berlin einmal besucht hat, vergisst es nicht mehr. Die Erinnerung an die Ausstellung mag verblassen, doch auch nach Jahrzehnten erinnert man sich, wie es sich anfühlte, dort zu sein. An die zerschnittene Zinkfassade. An die beklemmenden Winkel und schiefen Wände. An den schwankenden Grund im Garten des Exils. An den Betonschacht mit den scheppernden Gesichtern aus Eisen. An den winzigen Lichtspalt im kalten, dunklen Holocaustturm. Überall Brüche, Sackgassen. Und doch geht es weiter, über Treppen und Brücken, durch Pflanzen und Licht. Der Bau bleibt in Erinnerung, weil man ihn mit dem ganzen Körper erlebt.
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