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Erinnern an den Holocaust
Margot Friedländers Mission

Sie überlebte den Judenmord der Nazis. Nun ist Margot Friedländer gestorben. Vor einem Jahr haben wir die damals 102-Jährige getroffen. Und eine Frau erlebt, die unermüdlich gegen das Vergessen und für die Menschlichkeit kämpfte. Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir den Text noch einmal.
von Nana Gerritzen vom 08.05.2025
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Gegen das Vergessen: Margot Friedländer in ihrer Wohnung. Sie trägt die Bernsteinkette ihrer Mutter. (Foto: IMAGO/Funke Foto Services/Maurizio Gambarini)
Gegen das Vergessen: Margot Friedländer in ihrer Wohnung. Sie trägt die Bernsteinkette ihrer Mutter. (Foto: IMAGO/Funke Foto Services/Maurizio Gambarini)

Mitte Mai in einer Grundschule im brandenburgischen Kleinmachnow, gleich hinter der Berliner Stadtgrenze: In der Aula sitzen mehr als 50 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse. Sie sind elf, manche auch schon zwölf Jahre alt und warten gespannt auf die heutige Besucherin. Herein kommt eine kleine und sehr zierliche alte Dame im groß gemusterten Strickkleid, mit wachen Augen im Fältchengesicht und mit wunderbar widerspenstigem weißen Haar. Langsam schiebt sie ihren Rollator vor sich her. Schlagartig wird es ruhig im Raum. Es ist Margot Friedländer, 102 Jahre alt und eine der letzten Holocaustüberlebenden, die noch erzählen können, was sie erlebt und erlitten haben. Geistig ist sie vollkommen klar. Sie versteht alles. Sie kann sich an alles erinnern.

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