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Fußballeuropameisterschaft
Das Märchen vom guten Fußball

In Deutschland beginnt die Fußballeuropameisterschaft, das Land hofft auf vier Wochen Spaß und Heiterkeit. Doch längst ist der Profifußball ein unangreifbares Milliardengeschäft geworden. Es ist Zeit für die Säkularisierung des großen Kickens.
von Matthias Drobinski vom 14.06.2024
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Das Runde muss ins Eckige: Fußball ist ein schönes Spiel. Warum wollen alle so viel mehr draus machen? (Foto: stock.adobe.com / tiverylucky)
Das Runde muss ins Eckige: Fußball ist ein schönes Spiel. Warum wollen alle so viel mehr draus machen? (Foto: stock.adobe.com / tiverylucky)

Kein Torwart hat Angst vorm Elfmeter, werter Herr Handke. Wer ein Buch »Die Angst des Tormanns beim Elfmeter« nennt, hat nie zwischen den Pfosten gestanden. Warum sollte ein Fußballtorwart Angst vorm Elfmeter haben? Dass er vermeintlich chancenlos ist, macht es einfach für ihn. Hält er trotzdem den Ball, ist er ein Held. Elfmeterheld. Ein Name für die Ewigkeit. Ein Fußballtorhüter, lieber Herr Handke, wie der Autor dieses Textes einer ist, hat Angst vorm Fehler. Da ist der Rückpass, bei dem der Ball über den Fuß springt und ins Tor hoppelt, gemächlich wie ein Kaninchen in der Abendsonne; der hohe Ball, der aus dem Flutlicht fällt und durch die Hände flutscht. Das Internet ist voll hämischer Filmchen, wo Torhüter tödliche Fehlpässe spielen, Bälle unterm Bauch durchrutschen lassen, slapstickartig durch den Strafraum irren. Ein Stürmer schießt ein paarmal vorbei, wenn er einen schlechten Tag hat. Ein Torwart verliert das Spiel.

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Schlagwörter: EM Fußball Politik
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