Zum Tod von Jürgen Moltmann
Der Theologe der Hoffnung
Jürgen Moltmann mochte New-Orleans-Jazz: »Dieser Leichenzug, wo erst getragene Trauermusik gespielt wird und dann schlägt das plötzlich um in Tanzmusik.« Unerwartet bricht das Neue und Frohe in die traurige Gegenwart. Berühmt wurde Jürgen Moltmann 1964 mit der »Theologie der Hoffnung«. Er wollte »Das Prinzip Hoffnung« des marxistischen Philosophen Ernst Bloch, eine Säkularisierung der jüdisch-christlichen Hoffnung, wieder auf seine theologischen Ursprünge zurückführen. Der springende Punkt war für ihn der Tod: »Solange der Tod bleibt, so lange können Menschen nicht endgültig zu Hause sein.«
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