Theologie
Verbitterte Konservative im Kulturkampf
Spätestens im Corona-Jahr 2020 sind »rechte Christen« als relevante Größe in der deutschen Gesellschaft ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Immer wieder traten bei »Anti-Corona-Demos« Personen in Erscheinung, die mit ihrem Protest gegen die angeblich totalitären Eingriffe des Staates und die mediale »Meinungsdiktatur« rechtspopulistische Töne anschlugen und sich dabei auf ihr Christentum beriefen. In Erinnerung geblieben ist das fast ikonische Bild von einer Demonstration gegen das Infektionsschutzgesetz im November: In einer Gasse zwischen zwei Wasserwerfern – im Hintergrund das Brandenburger Tor – steht eine junge Frau einem Polizisten gegenüber und hält ihm ein Kruzifix entgegen.
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Martin Fritz ist Wissenschaftlicher Referent bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin. Im Juli erschien das von ihm gemeinsam mit vier anderen Autoren verfasste Buch »Christentum von rechts. Theologische Erkundungen und Kritik«. Mohr-Siebeck, 232 Seiten, 19 €.

