Mit Humor und heiligem Zorn
Ja zum Hamsterrad. Mitten im Berufs-, Familien- und Gesellschaftsleben rotieren wir nicht selten wie in einem Hamsterrad. Gleichzeitig brennen wir für verschiedene Menschen und Gruppen, Themen und Projekte. Und gleichzeitig wollen wir aber bewusst nicht ausbrennen. Viele Gelassenheitsbücher empfehlen der geneigten Leserschaft, endlich und sofort aus dem Hamsterrad auszusteigen. Ich glaube nicht sosehr an die radikalen Veränderungen in unserem Leben, sondern eher an den Mut zu kleinen Schritten. Darum plädiere ich für einen möglichst souveränen und selbstbestimmten Umgang mit dem Hamsterrad. Der Hamster wirkt nicht unglücklich im Hamsterrad, das Rennen scheint ihm vielmehr Spaß zu machen. Warum sollte uns dies nicht auch möglich sein? Unser Lebensziel kann nicht die Hängematte zwischen zwei Palmen am Karibikstrand sein, sondern, unsere ganz persönliche Aufgabe und unseren Platz in der Welt zu finden und auszufüllen. Ob ich dann hin und wieder ins Rotieren komme, ist gar nicht wesentlich.
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