Zur mobilen Webseite zurückkehren

Missbrauchsprozess in Frankreich
Die zweite Verwundung

Der schreckliche Fall von Gisèle Pélicot zeigt: Es ist riskant, Vergewaltigungen anzuzeigen. Umso bewundernswerter sind die Frauen, die es tun. Ein Kommentar.
von Marie Lou Steinig vom 27.09.2024
Artikel vorlesen lassen
Mutige Ikone: Gisèle Pélicot steht für alle Frauen, die sexuelle Gewalt überlebt haben. (Foto: PA/abaca/Laurent Coust)
Mutige Ikone: Gisèle Pélicot steht für alle Frauen, die sexuelle Gewalt überlebt haben. (Foto: PA/abaca/Laurent Coust)

Was gerade im Gericht Vaucluse in Südfrankreich verhandelt wird, scheint zu grausam, um wahr zu sein: Ein Mann setzte seine Ehefrau jahrelang unter Drogen und bot sie in betäubtem Zustand zur Vergewaltigung an. Ungefähr 50 Männer taten so Gisèle Pélicot Gewalt an, doch der Hauptschuldige ist ihr Exehemann. Ans Licht kam das Verbrechen nur, weil der Täter dabei erwischt wurde, als er in einem Supermarkt Frauen unter den Rock filmte. Als die Ermittler daraufhin seinen Computer durchsuchten, fanden sie die Videos der Misshandlungen, die Pélicot aufzeichnete, genaustens datierte und beschriftete.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0