Weltbischofssynode in Rom
Reue ja, Umkehr nein
Als Papst Johannes Paul II. zu Beginn des »Heiligen Jahres« 2000 in einem Bußgottesdienst Gott um Vergebung für die Sünden der Kirche in 2000 Jahren Geschichte bat, war dies ein spektakulärer Akt. Ohne auf Einzelheiten oder geschichtliche Ereignisse einzugehen, bekundeten ranghohe Kurienkardinäle im Namen der Kirche Reue: dass Katholiken »im Dienst an der Wahrheit« auf Methoden zurückgegriffen haben, die »dem Evangelium widersprechen«. Dass man die ökumenische »Einheit des Leibes Christi« verletzt habe; dass man »nicht wenige Sünden« gegenüber dem Volk des Alten Bundes begangen habe; dass man »Feindschaft gegenüber Anhängern anderer Religionen« gepflegt und man sich »Menschen gefügig gemacht« habe.
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