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TV-Serie
Die üblichen alten Religionsklischees

Das ZDF-Experiment einer »Glaubens-WG« wird als gelungen gelobt. Unser Autor Louis Berger sieht es anders.
von Louis Berger vom 28.10.2024
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(Foto: ZDF/Finnegan Koichi Godenschweger)
(Foto: ZDF/Finnegan Koichi Godenschweger)

Kann interreligiöser Dialog im TV gelingen? Die sechsteilige ZDF-Serie »Against All Gods: Die Glaubens-WG« versucht es zumindest. Das Konzept: Sechs junge Menschen verschiedener Religionen verbringen sechs Tage miteinander. Sie kochen zusammen, feiern den Schabbat und diskutieren über ihren Glauben. Das erinnert stellenweise an Realityformate wie »Big Brother«, auch wenn die Macher diese Assoziation ablehnen. Die Serie soll laut ZDF mit Klischees und Vorurteilen aufräumen. Dem widerspricht allerdings immer wieder der Cast. Zwar wird betont, die Protagonistinnen und Protagonisten seien »in ihrer Religion weder wissenschaftlich ausgebildet« noch erhöben sie »den Anspruch, eine gesamte Glaubensgemeinschaft zu repräsentieren.« Gleichzeitig wird mit jeder Folge deutlicher, dass sie in ihrem Glauben unterschiedlich gut sprachfähig sind.

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